Erstaunliches Land Russland

Die meisten Ausländer verbinden Russland mit Weißsteinkirchen, Holzhäusern, russischen Schönheiten im Kokoschnik und anderer slawischer Exotik. Aber die Kultur unseres Landes ist viel fester mit dem Westen verbunden als es auf den ersten Blick scheint. Schauen Sie doch auf die Feldschanzen im Königsberg (die Einwohner nennen Kaliningrad immer noch so) oder auf die skandinavischen archäologischen Fundgegenstände auf dem Territorium der Burgstadt von Rurik (russ. Rjurikowo Gorodischtsche) oder auf die größten Sammlungen europäischer Kunst im Puschkin-Museum und in der Ermitage. Ja, das sind keine gewöhnlichen Stereotypen und dies kann richtig überraschen.

Kaliningrad – „Russischer Westen”

Kaliningrad ist die ehemalige östlich-preußische Stadt Königsberg. Das ist die westlichste Stadt Russlands. Hier verflechtet sich die europäische und russische, u.a. auch sowjetische Kultur. In der Nachbarschaft befinden sich alte gotische Architektur und moderne Gebäude.

Das Symbol der Stadt ist die Kathedrale. Sie befindet sich in der historischen Region - auf der Insel Kneiphof (im öffentlichen Sprachgebrauch wird sie „Kant-Insel” genannt: hier befindet sich das Grab des Ehreneinwohners von Königsberg, Philosophen Immanuel Kant). Die Kathedrale wurde im XIV Jahrhundert im Backsteingotik-Stil (baltische Gotik) gebaut. In der Kathedrale finden keine Gottesdienste statt. Dafür aber gibt es hier ein Museum und hier finden Konzerte statt. Das reiche Dekor ist fast vollständig während des zweiten Weltkrieges in Flammen aufgegangen. Aber es blieben mittelalterliche Epitaphien aus Stein und ein Innenturm aus untereinander verbundenen Lanzettbogen erhalten.

Die einzigartige Architektur der Stadt bilden verschiedene Militärbauten, z.B. die Friedrichsburger Tore, die im XIX Jahrhundert gebaut wurden und nach der heutzutage zerstörten Festung genannt wurden. In der Stadt gibt es eine Menge von Kirchen, aber sie dienen nicht immer dem vorgesehenen Anwendungszweck. Zum Beispiel, befindet sich im Gebäude der Kirche der Heiligen Familie, die am Anfang des XX Jahrhunderts im neogotischen Stil nach dem Projekt des berühmten Architekten Friedrich Heitmann gebaut wurde, ein Konzertsaal der regionalen Philharmonie.

In der Stadt gibt es einzigartige Museen. Zum Beispiel, das Ambermuseum, das sich seit dem Jahr 1969 in einer der ehemaligen Befestigungsanlagen der Stadt - im Dohnaturm mit dem Rossgärter Tor - befindet. In der Nähe von Kaliningrad befindet sich die größte (von den erkundeten) Fundstätte der baltischen Halbedelsteine. Im Museum sind Erzeugnisse aus Amber u.a. auch Werkstücke der Künstler ausgestellt. In der Stadt befindet sich auch das erste in Russland Welt-Ozean-Museum. Seine Expositionen erzählen über Schifffahrten, Meeresflora und Fauna. Hier können Sie die Museumsschiffe, ein U-Boot, Kaschelot-Skelette und eine Sammlung von alten Kanonen und Ankern ansehen.

Die Türe des alten botanischen Gartens sind für die Besucher vom Vorfrühling bis zum Spätherbst offen. Die Sammlung besteht aus 2500 Pflanzen. Das ganze Jahr über kann man im Zentralpark spazieren. Dieser Park wurde nach den englischen Prinzipien angelegt. Früher wurde er Luisenwahl genannt und vom Anfang des XIX Jahrhunderts war er offizielle Residenz der preußischen Königsfamilie. Im Park gibt es eine Kirche als Andenken an die Königin Luise (heute befindet sich in diesem Gebäude ein Puppentheater) und Denkmäler von Vladimir Vysotskiy und Baron Münchhausen.

Kaliningrad (früher preußischer Königsberg) ist ist die westlichste Stadt Russlands. Hier verflechtet sich die europäische und russische Kultur. In der Nachbarschaft befinden sich alte gotische Architektur und moderne Gebäude

Chronographische Rus

Um mit eigenen Augen zu sehen, wo die Grundlagen des russischen Staates gelegt wurden, ist es empfehlenswert die alten Hauptstädte des nordwestlichen Teils des Landes zu besuchen.

Staraja Ladoga ist die erste Hauptstadt der Rus. Sie ist ein Teil des Weges „von den Warägern zu den Griechen”. Heute ist das ein kleines Dorf. Im Jahr 862 kam der warägische (skandinavische) Fürst Rürick, den die Slawen gerufen haben. Der Legende nach wurde die erste Holzfestung in der Ladoga vom Veschiy Oleg errichtet. Hier befindet sich auch sein Grab. Bis zum heutigen Tag sind in der teilweise rekonstruierten Alt-Ladoga-Festung Teile aus dem XII Jahrhundert erhalten geblieben.

Ein anderes Bauwerk aus derselben Zeit ist die St.-Georgs-Kirche mit Wandmalereien aus dem XII Jahrhunderts und der ältesten in der Rus Abbildung des Heiligen Georgs. Das Museum im Torturm der Festung erzählt über die Geschichte dieses Ortes und macht mit der reichen Exposition bekannt. In der Ladoga finden Festivals der Mittelalter- Rekonstruktionsexperten statt.

Welikiy Nowgorod ist der Herrscher des nördlichen russischen Landes, eine der ältesten und schönsten Städte Russlands. Sie wurde im IX Jahrhundert als Residenz des Fürsten Rürick gegründet. Dies war die reichste Handelsstadt. Die Stadt wurde während des zweiten Weltkrieges stark zerstört. Nach der Rekonstruktion verwandelte sich das historische Zentrum in einen ruhigen gemütlichen Besichtigungsort für Touristen. Besichtigungswert ist der Kreml. Das ist eine Festung aus roten Ziegelsteinen am Ufer des Wolchow-Flusses. Hier befindet sich die Sophienkathedrale (Jahr 1045).

Eine schmucklose, einfache und große fünfköpfige Kathedrale umschlossen von Galerien. Nowgorod war ein Zentrum der Ikonenmalerei. Darüber kann man im Ikonenmuseum mit einer der besten Sammlungen in Russland mehr erfahren. Viele Kirchen des XII Jahrhunderts befinden sich auf dem Jaroslaw-Hof (Jahr 1113). Das Jurjew-Kloster mit Peryn-Skite in der Nähe des Ilmensees fasziniert durch die Schönheit der Landschaften und der Architekturidee. Nicht weit vom Kloster entfernt befindet sich das Museum der Holzbaukunst.

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Pskov ist etwas jünger als Nowgorod. In den Chroniken wird diese Stadt in der Zeit der Regierung der Heiligen Olga, Kiewer Fürstin, Großmutter des Heiligen Vladimir erwähnt, der die Rus getauft hat. Auf dem Territorium der mächtigen Kreml-Kriegsfestung befindet sich die Dreifaltigkeits-Kathedrale mit aus Holz geschnitztem Ikonostase, verehrten Ikonen und Heiligenreliquien.

Diese Stadt ist durch altertümliche Kloster und Kathedralen berühmt. Das Museum im Pogankin-Herrenhaus erzählt über das Handelsleben. In der Nähe von Pskov befinden sich die Puschkin-Berge mit dem Erbgut des Dichters Alexander Puschkin, Swjatogorsker Maria-Himmelfahrts- Kathedrale mit dem Grab des Dichters und der wundertätigen Ikone der Gottesmutter.

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Die russische Altstadt Isborsk wird „Eiserne Stadt” genannt. Der Grund dafür sind viele Belagerungen, die sie durchstanden hat und mehrmals die Städte Pskov und Nowgorod sicherte. Hier sind die Truworov Burgstadt (russ. Truworov Gorodischtsche) und die Isborsker Festung erhalten geblieben. Dieser Ort ist durch Slowenische Quellen bekannt - orthodoxes Heiligtum - „Quellen der 12 Apostel” am Hügelfuß.

Welikiy Nowgorod ist eine der ältesten und schönsten Städte Russlands. Sie wurde im IX Jahrhundert als Residenz des Fürsten Rürick gegründet. Dies war die reichste Handelsstadt

Museumsschätze in Europa und Russland

In den Museen der zwei Hauptstädte Russlands - Moskau und St. Petersburg - werden einzigartige Werke europäischer und russischer Kunst ausgestellt. Einer der solchen Schätze ist mit Recht die Gewehrkammer in Moskau.

Die Museumssammlung besteht aus wertvollen Gegenständen, die jahrhundertelang in der Zaren-Schatzkammer und Patriarchen-Sakristei aufbewahrt wurden. Sie stammen von Kremler Meistern oder wurden als Geschenk von ausländischen Botschafter empfangen. Das sind über viertausend Kunstgewerbe-Denkmäler aus Russland, Ostländern und Europa. Die berühmteste davon ist die Mütze des Monomachs. Die Bekanntschaft mit der russischen Geschichte - von den Altzeiten bis zum Anfang des XX Jahrhunderts - kann im Historischen Museum fortgesetzt werden. Im Museum werden über 4,5 Millionen Exponate ausgestellt.

Die Tretjakow-Galerie ist in der ganzen Welt bekannt. Sie wurde vom Moskauer Händler und Kunstgönner Paul Tretjakow in der Mitte des XX Jahrhunderts geöffnet. Heute befindet sich in der Galerie eine der größten in der Welt Sammlungen der russischen Bildkunst. Die Sammlung der russischen Kunst der zweiten Hälfte des XIX Jahrhunderts ist besonders reich.

Im Jahr 1912 wurde in der Hauptstadt ein Puschkin-Staatsmuseum für bildende Künste geöffnet um die Besucher mit europäischer und globaler Kunst bekannt zu machen. Jedes Jahr besichtigen dieses Museum etwa eine Million Besucher.

Die Sammlung umfasst 700 000 Werke aus verschiedenen Epochen - von der Periode der alten Zivilisationen bis zum Anfang des XXI Jahrhunderts. Die Hauptsammlungen des Museums bestehen aus malerischen Gemälden französischer Impressionisten, Kunstwerken des alten Ägyptens und Meisterstücken alter Meister.

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St. Petersburg ist in erster Linie durch die Ermitage berühmt, die zu den Top 10 größten und meistbesichtigten Museen der Welt gehört. Die Exponate werden in fünf Gebäuden und 400 Sälen ausgestellt. Die Sammlung besteht aus etwa drei Millionen Kunstwerken und Denkmälern der Weltkultur. Im Museum ist die ganze Retrospektive der Weltkunst dargestellt - von der Steinzeit bis zum Ende des XX Jahrhunderts.

Die Bildgalerie der „alten Meister”, Florentiner der Hochrenaissance, die Bologna-Schule, Rubens und Tiepolo, Poussin und van Dyck, „kleine Holländer”, französischer Klassizismus, Rokoko sind auch beliebt. Umfangreich vertreten sind die spanische und englische Schulen. Die Perlen der Sammlung sind Werke der Meister der alten europäischen Malerei: Leonardo da Vinci („Madonna Benois”), Giorgione („Judith”), Correggio, Tiziano, Caravaggio, Rembrandt („Heimkehr des verlorenen Sohnes”), Gainsborough.

Noch ein Kulturzentrum der nördlichen Hauptstadt - Russisches Museum - das größte Museum der russischen Kunst in der Welt, gegründet im XIX Jahrhundert. Die Exponate werden in den Gebäuden-Architekturdenkmälern des XVIII-XIX Jahrhunderts ausgestellt: Michaylovskoye, Stroganowskoye, Marmorpalast und Michaylovsker Schloss.

Die Grundlage bilden Gegenstände und Kunstwerke aus dem Winter-, Gatschinskiy- und Alexadrovpalästen, Ermitage und Kunstakademie, private Sammlungen. Die Sammlung besteht aus 400 000 Exponaten und umfasst alle historischen Perioden und Entwicklungstendenzen der russischen Kunst vom X bis zum XXI Jahrhundert.

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Die Tretjakow-Galerie wurde vom Moskauer Händler und Kunstgönner Paul Tretjakow in der Mitte des XX Jahrhunderts geöffnet. Heute befindet sich in der Galerie eine der größten in der Welt Sammlungen der russischen Bildkunst

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