Ostern ist eines der religiösen Hauptfeste in Russland. Die orthodoxen Christen (in Russland sind das über 70% der Bevölkerung) glauben, dass an diesem Tag Jesus Christus auferstanden ist. Jesus Christus ist der Sohn Gottes, der auf die Erde kam um die Menschen von Sünden zu befreien. Mit dem Osterfest endet die Große Fastenzeit, die 48 Tage dauerte. Während dieser Zeit haben die Gläubigen sich in der Nahrung und Belustigungen eingeschränkt.

Die letzten sieben Tage vor Ostern werden Leidenswoche genannt. In dieser Zeit wird im Haus aufgeräumt. Man bereitet sich auf das Fest vor, erinnert sich an die biblischen Ereignisse und bereitet Speise zu. Das Osterfest wird immer am Sonntag gefeiert. An diesem Tag gratulieren die Russen ihre Freunde und Verwandten zu diesem hellen Fest. Man muss unbedingt folgendes sagen: „Jesus ist auferstanden!” und als Antwort: „Wahrlich auferstanden!”

In Russland wird dieses Fest so massenweise gefeiert, dass die Ostertraditionen nicht nur von Gläubigen, sondern auch von vielen Atheisten eingehalten werden.

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Heilige Feuer, dass jedes Jahr an diesem Tag wie durch ein Wunder in der Hauptkirche aller Christen (der Grabeskirche) in Jerusalem erscheint. Vom Heiligen Feuer werden Kerzen und Öllampen angezündet, die danach mit Einhaltung zahlreicher Zeremonien in andere Länder geliefert werden. In Moskau werden die Öllampen mit dem Heiligen Feuer in die Christus-Erlöser-Kirche überreicht, wo um Mitternacht von Samstag auf Sonntag das Kirchenoberhaupt ein Festgottesdienst hält.

An Ostern wird eine Sonderspeise zubereitet. Die Hauptspeise ist das Osterbrot (russ. Kulitsch). Das ist ein Gebäck aus süßem Hefeteig manchmal mit Rosinen und anderen Trockenfrüchten. Manche backen Osterbrot selbst, die anderen kaufen es: am Abend vor Ostern wird Osterbrot in jedem Supermarkt verkauft. Es gilt, dass man das Osterbrot unbedingt weihen muss - es in die Kirche bringen, damit es mit heiligem Wasser gesprenkelt und durch Gebet gesegnet wird.

Zu den traditionellen Osterspeisen gehört auch der Osterquark. Es wird aus Quark manchmal mit Rosinen, Nüssen und Sukkaden zubereitet. Das Osterquark wird immer in Form einer abgestumpften Pyramide. Diese Form symbolisiert das Grab des Herrn.

An Ostern werden auch die gekochten Eier bunt bemalt oder gefärbt. Dafür kann man Lebensmittelfarben kaufen oder die Eier mit den Zwiebelschalen zusammen kochen. Die bunt bemalten Eier schenkt man Freunden und Verwandten als kleine Souvenirs. Gerade diese Tradition hat den berühmten Juwelenmeiser Carl Faberge inspirierst ein Meisterwerk zu schaffen. Das war eine Reihe von geschmückten Ostereiern aus Gold inkrustiert mit Edelsteinen. Die 74 Eier wurden im Auftrag von der russischen Imperatorfamilie gemacht und befinden sich heute in den besten Museen der Welt.

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Das Osterfest wird nicht an einem bestimmten Datum gefeiert. Jedes Jahr ist wird das Datum neu bestimmt. In der Regel ist es April oder Anfang Mai. Dabei bestimmen alle christlichen Religionsgemeinschaften das Osterfestdatum auf eigene Weise und feiern an unterschiedlichen Tagen. Aber manchmal fallen die Festtage bei verschiedenen Religionsgemeinschaften zusammen. Zum Beispiel, im Jahr 2017 fielen das orthodoxe, katholische Osterfest mit dem jüdischen Passahfest zusammen. Das kommt sehr selten vor.

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