'Archstoyanie'

das ist ein Ort, wo sich Kunst mit dem Lagerfeuergeruch treffen

In den elektischen 2010-er Jahren sind das Zelt, der Schlafsack und die Gummistiefel nicht nur für Wanderungen und Lieder am Lagerfeuer notwendig. All das, und noch Taschenlampen, Klappstühle, Thermotassen und Vorrat an gutem Wein können nützlich sein, wenn sie sich entschieden haben ein ... Museum zu besichtigen. Das größte Museum unter freiem Himmel in Europa - Nikola Faulenzer (russ. Nikola-Leniwez).

Eigentlich ist das der Name eines kleinen Dorfes im Kaluger Gebiet, über 200 km von Moskau entfernt. Aber innerhalb der letzten 15 Jahren verwandelte sich dieses Dorf in einen Art-Park mit der Fläche 600 Hektar (Wald und Felder).

Auf den Waldmänteln und Grasflecken, die wie auf einer Postkarte oder in einem Reiseführer durch Russland aussehen, befinden sich sürrealistische, unglaublich anlockende Art-Objekte des berühmten Landschaftskünstlers Nikolay Polisskiy und seiner Kollegen.

Bequemer und freundlicher Lichtturm aus Holz an der Uferböschung des Flusses Ugra, riesige und komplizierte Kosmische Intelligenz am Waldrand, schutzlose weiße Rotonda in der Mitte des Sonnenblumenfeldes, massives Gewölbe direkt im Wald, das unendlich erscheint... Das alles ist es wert um vier Stunden lang im Fahrzeug durch das Gelände im Moskauer Gebiet zu fahren.

Im Nikola-Leniwez gibt es ein paar Dutzend Häuser, wo man übernachten kann. Die Häuser sind ohne Wohnbequemlichkeiten. Aber eine Dusche und Toilette im getrennt stehenden Gebäude sind immer sauber und mit heißem Wasser. Es gibt auch mehrere Plätze für Camping, für diejenigen, die gerne die Nacht im Zelt verbringen und Tee am Lagerfeuer kochen.

Außerdem gibt es mehrere Cafes, Fahrradverleih (die Objekte sind relativ weit voneinander entfernt), eine Farm, wo man frische örtliche Lebensmittel kosten kann.

Der Park ist rund um die Uhr offen. Aber es wird richtig belebt erst am Ende Juli. In dieser Zeit kommen die Kunstkenner aus Groß- und Kleinstädten zum jährlichen Festival „Archstoyanie”.

In den unerwarteten Waldwinkeln entstehen neue Skulpturen, Objekte und Architekturformen. Am Camping-Haupteingang parken zahlreiche Imbisswagen und füllen die Umgebung mit einem wahnsinnigen Geruch frischer Burger und Falafel. Auf den Schmelzlöchern werden Pop-up-Bars aufgestellt. Überall hört man Musik und fröhliches Lachen.

Alle drei Tage des Festivals, das übrigens bei jedem Wetter stattfindet, genießen die Besucher des Parks die Natur, Kunst, das Freiheits- und Vertrauensgefühl.

Die Veranstalter und Parkbetreuer geben den Ton des Festivals an. „Vergessen Sie nich: wenn sie nach Nikola-Leniwez kommen, werden Sie Teil dieses Ortes. Wir vertrauen Ihnen, - heißt es auf dem Disclaimer auf der Webseite. Und die Besucher denken daran und werden dem Vertrauen gerecht. Niemand wirft Müll herum, lärmen und stören die anderen nicht. Das Zelt und die Sachen kann man ruhig auf dem Campingplatz lassen ohne zu befürchten, dass etwas verschwindet. Wenn man nachts im Wald in tiefster Finsternis spazieren geht, hat man keine Angst vor Fremden, die man dabei treffen kann, denn sie lächeln dich nur an.

Die Kunst in Nikola-Leniwez ist selten politisch, fast immer streng sozialistisch, betrefft ewige existenzielle Themen. Zum Beispiel, „Wie soll man leben?” und „Bunker”. Das sind die Themen des Festivals „Archstoyanie” 2017 und 2016. Sie regen zum Nachdenken an und geben genug Zeit und Platz um in sich hineinzuhören; man verlässt diesen Ort in der Regel etwas verändert.

Sie können sich den Weg bis zum Park näher ansehen und ein Haus in Nikola-Leniwez auf der offiziellen Webseite des Parks nikola-lenivets.ru buchen. Die Tickets für das Festival „Archsoyanie” und der Anschlagzettel sind auf der Webseite des Festivals arch.stoyanie.ru zur Verfügung.

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