Russische Arktis

Eine Traumreise

Der nördliche Seeweg ist eine der längsten Schifffahrtsrouten in der Welt und gleichzeitig der kürzeste Seeweg zwischen dem europäischen Teil Russlands und dem Fernen Osten. Von der Karischen Pforte bis zur Providenzbucht ist der Seeweg 5600 km lang. Der nördliche Seeweg verläuft durch fünf Seen der Arktis (Barentssee, Karasee, Laptewsee, Ostsibirischer See, Tschuktschensee) und einen See der Pazifik (Beringsee). Mehrere Jahrhunderte lang haben die tapferen Seefahrer den „nördlichen Korridor“ gesucht und heute können gewöhnliche Touristen durch diesen reisen. Wobei in beiden Richtungen - von Osten nach Westen und von Westen nach Osten.

Große Geschichte der Arktis

Die Suche nach dem Nördlichen Seeweg begann im XVI. Jahrhundert. Etwa 100 Jahre lang versuchten die Seefahrer eine Nordostpassage (so wurde der Nördliche Seeweg bis zum XX. Jahrhundert genannt) zu finden, die Ost und West verbinden konnte. Sie stützten sich dabei u.a. auch auf Informationen darüber, dass die Pomoren diese Route im XIII. Jahrhundert benutzte haben. Aber die Versuche den „nördlichen Korridor“ zu finden waren nicht besonders erfolgreich, was dazu führte, dass fast 250 Jahre keine Versuche mehr unternommen wurden.

Die Suche nach der Nordostpassage begann wieder in der Mitte des XIX. Jahrhunderts. Im Jahr 1878 ist es dem schwedischen Seefahrer Erik Nordenskiöld gelungen, innerhalb einer Schifffahrt den größten Teil der Passage zu überwinden, indem er um das Kap Tscheljuskin herumschiffte und Tschukotka erreichte. Im Jahr 1893 umschiffte Fridtjof Nansen Tscheljuskin. Und der dritte Seefahrer, der im Jahr 1901 dies wiederholte, war der russische Forscher Eduard Toll.

Im Jahr 1932 wurde in der UdSSR die Hauptverwaltung des Nördlichen Seewegs gegründet. Im gleichen Jahr machte der eisbrechende Dampfschiff „Sibirjakow“ zum ersten Mal in der Geschichte den ganzen Nördlichen Seeweg innerhalb von 65 Tagen durch. Diese Schiffstour leitete der Polarforscher Otto Schmidt.

Ab der zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts wurde der Nördliche Seeweg zur Versorgung der Siedlungen des hohen Nordens und des Fernen Ostens mit allem Notwendigen genutzt und im Jahr 1991 wurde er für internationalen Schiffsverkehr geöffnet.

Heute befinden sich an der Route des Nördlichen Seewegs über 50 Häfen. Nach den Ergebnissen des Jahres 2017 betrug die Transportleistung auf diesem Seeweg 10,7 Millionen Tonnen. Plangemäß wird die Transportleistung zum Jahr 2020 um ein Sechsfaches - bis zu 63,7 Millionen Tonnen pro Jahr - erhöht.

Im Gefolge von Barents und Nansen

Die ersten Expeditionen auf dem Nördlichen Seeweg wurden als etwas Unglaubliches und Heldenhaftes betrachtet. Eigentlich war es auch so. Nun haben die Touristen eine Möglichkeit der Route der Polar-Erstentdecker zu folgen.

Die Reise auf dem Nördlichen Seeweg auf einem extra dafür ausgestatteten Forschungsschiff dauert fast einen Monat. Die Touristen können auch an bestimmten Orten an Land gehen, um die einzigartige Natur der Arktis und ihre Bewohner näher kennen zu lernen, Meeressäugetiere, Eisbären, Rentiere, Polarfüchse und Polareulen zu beobachten.

Ein besonderer und äußerst wichtiger Teil der Reise ist das Kennenlernen der Lebensweise, Kultur und des Alltagslebens der Stammvölker des Nordens.

Die Touristen werden unbedingt von einem erfahrenen Expeditionsteam und qualifizierten Reiseführern begleitet. Die Reise wird sicher und sehr interessant sein.

Die ersten Expeditionen auf dem Nördlichen Seeweg wurden als etwas Unglaubliches und Heldenhaftes betrachtet. Eigentlich war es auch so. Nun haben die Touristen eine Möglichkeit der Route der Polar-Erstentdecker zu folgen

Die Touren auf dem Nördlichen Seeweg finden sowohl vom Westen nach Osten als auch in Gegenrichtung statt. Im ersten Fall starten sie in Murmansk und im zweiten Fall in Anadyr.

In Richtung vom Westen nach Osten werden die Touristen ganz am Anfang der Expedition eine Möglichkeit haben die Meerestiere und Vögel auf dem Barentssee zu beobachten. Der Barentssee trägt den Namen des holländischen Seefahrers Willem Barents, der diese Region am Ende des XVI. Jahrhunderts erforschte. Die Touristen werden mehrmals an Land gehen können u.z. ans Franz-Joseph-Land. Das ist eine Inselgruppe, die aus 192 Inseln besteht und nur 10 Grad vom Nordpol entfernt ist.

Die Reise geht durch den Karasee - einen der kältesten Seen in Russland. An der Grenze der Kara- und Laptewseen befindet sich die Inselgruppe Nordland und die Touristen werden seine Bewohner - Eisbären, Walrösser und Polarfüchse beobachten können. Übrigens, gibt es im Laptewsee eine besondere Art von Walrössern, die nur hier leben. Die Teilnehmer der Expedition werden sie unbedingt sehen können.

In der Mitte der Reise werden die Touristen die Neusibirischen Inseln und den Ostsibirischen See und etwa einen Tag danach die Bäreninseln erreichen. Hier leben keine Menschen. Die Forschungsexpeditionen sind auf den Inseln auch eine Seltenheit. Deshalb fühlen sich die Tiere, vor allem die Eisbären frei und ungezwungen. Die Bezeichnung der Inseln spricht für sich.

In der Regel geht man auf solchen Reisen mehrmals ans Land in den nördlichen Siedlungen. Die Ureinwohner dieser Orte werden den Touristen über ihr Alltagsleben, Bräuche und Sitten erzählen, traditionelle Gerichte, die es nur hier gibt, anbieten.

Die Seefahrer werden auch das Kap Deschnjow erreichen. Dies ist der östlichste Punkt Eurasiens. Von hier aus kann man die Küste Amerikas sehen.

Noch ein sehr interessantes Ort auf dem Nördlichen Seeweg ist die Walallee. Das ist ein Denkmal der alteskimoischen Kultur auf der Insel Ittygran, das aus Knochen grünländischer Wale errichtet und am Ufer aufgestellt wurde. Die Walallee gehört zu den internationalen archäologischen Erbeobjekten.

So interessant kann die Reise auf dem Nördlichen Seeweg sein. Sie umfasst einzigartige Natur und alte Denkmäler, Baden in warmen Quellen, Besichtigung von Inseln in der Nähe des Nordpols, Verkostung nationaler Gerichte und Suche nach Orten, wo von vorigen Jahrhunderten Schiffe zwischen Eisgebilden stecken geblieben sind. Eine solche Kreuzfahrt ist mit Eindrücken für das ganze Leben verbunden.

Die Tour in Ostrichtung endet in Anadyr. Und in Westrichtung ist alles umgekehrt: Start aus Anadyr in Westrichtung nach Murmansk. Die Touristen werden die gleichen Orte nur in umgekehrter Reihenfolge besichtigen.

Die Reise auf dem Nördlichen Seeweg umfasst einzigartige Natur und alte Denkmäler, Baden in warmen Quellen, Besichtigung von Inseln in der Nähe des Nordpols und Verkostung nationaler Gerichte. Eine solche Kreuzfahrt ist mit Eindrücken für das ganze Leben verbunden

Details nicht vergessen

Was muss unbedingt bei der Vorbereitung auf die Reise auf dem Nördlichen Seeweg berücksichtigt werden? Das Erste und das Wichtigste ist das rauhe Klima. Schiffe, die für solche Touren vorgesehen sind, sind komfortabel und sicher. Aber man wird ja auch an Land gehen und sich auf Booten fortbewegen müssen. Dies bedeutet, dass die Bekleidung warm, wasser- und wetterdicht sein soll. Nehmen Sie Daunenjacken und Thermowäsche mit. Sie werden es nicht bereuen. Und vergessen Sie die Schutzhüllen für Foto- und Videokameras nicht.

Nehmen Sie auch eine Wollmütze, die unbedingt die Ohren bedeckt. Die Schuhe sollen fest, rutschsicher und wasserdicht sein. Gut wäre es, wenn Sie hohe Gummistiefel mitnehmen: manchmal wird es beim ans Land gehen notwendig sein ins Wasser bis zu 25 cm tief zu steigen. Nützlich können auch solche Kleinigkeiten wie Fettstift, fetthaltige Nährcreme, Sonnenschutzbrillen, Ohrenstöpsel und ein kleiner wasserdichter Rucksack für ans Land gehen. Man kann auch Fernglas mitnehmen. Bei der Vorbereitung auf die Reise soll man zwei Hauptpunkte nicht vergessen: eine lange Schiffsreise und zwar in der Arktis.

Auf dem Schiff kann man sich in etwas leichteres und feierliches umziehen. Aber auch hier soll Bequemlichkeit und Zweckdienlichkeit bevorzugt werden.

Natürlich stellt sich die Frage über den Tourpreis. Selbstverständlich kann eine vierwöchige Reise auf einer einzigartigen Route, die nach dem Prinzip „All inclusive“ organisiert wurde, auf einem extra dafür ausgestatteten Schiff wie ein Top-Hotel, nicht billig sein. Aber solche Abenteuer bleiben für immer im Gedächtnis haften. Dies bedeutet, dass die Reise das Geld wert ist.

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