Auf den Geschmack des Lebens kommen

Ethnographischer Tourismus, Event- und Gewerbe-Tourismus sind im Trend

Ethnographischer Tourismus, Event- und Gewerbe-Tourismus sind heute im Trend. Und das ist verständlich. Die eine Sache ist den Reiseführer zu hören und die Sehenswürdigkeiten aus der Entfernung zu betrachten. Die andere Sache ist es so zu leben, wie die Leute von deren Kultur man auf der Reise mehr erfahren möchte. Mit eigenen Händen traditionelle Gerichte zubereiten, Schmucksachen, Geschirr und Bekleidung zu machen. Auf diese Weise, im Alltagsleben, durch Teilnahme an Bräuchen und Traditionen, kann mach das Land und die Leute, die hier leben, verstehen. Heute gibt es eine große Auswahl an solchen Touren. Hier sind einige davon.

Alles wie in den alten Zeiten

In letzter Zeit sind Touren, auf denen man sich mit traditionellem Gewerbe, Kochrezepten und das wichtigste, auf denen man an Gewerbe-Workshops teilnehmen kann, werden immer beliebter.

Für diejenigen, die „alles auf einmal“ sehen und ausprobieren möchten, gibt es große ethnokulturelle Festivals, z.B. die Kunstgewerbeausstellung „Ladja“. Sie findet zwei Mal im Jahr in Moskau statt. Hier findet man die berühmtesten russischen Gewerbeerzeugnisse: Chochloma- und Gorodezki-Malerei, Gschel-Porzellan, Rostower Finift, Wologodsker und Jeletzker Stikerei, Bogorodsker und Belomorsker Holzschneidekunst, Lackminiaturen aus Palech, Fedoskino, Cholui und Mstjora. Es werden auch unbeding Workshops durchgeführt.

Meister aus verschiedenen Regionen Russlands, die gerne ihre Fähigkeiten allen, die es möchten, beibringen, findet man auch auf dem Musik- und Gewerbefestival „Die Welt Sibiriens“, das Mitte Juli im Dorf Schuschenskoje Krasnojarsker Region stattfindet. Eine große Fläche der „Stadt der Meister“ wurde dem Volkskunstgewerbe zur Verfügung gestellt. Hier kann man beobachten wie traditionelle Ton-, Web-, Leder-, Metall-, Holz-, Birkenrindewaren, Erzeugnisse aus Knochen, nationale Musikinstrumente und traditionellen Kleidung sibirischer Völker gemacht werden, diese erwerben und sogar versuchen sie mit eigenen Händen zu machen.

Wenn man aber ausreichend Zeit hat und sich in Details vertiefen möchte, soll man sich nicht auf ein drei- oder fünftägiges Festival mit einem umfangreichen Programm einschränken, sondern sich für die einer bestimmten Region oder Gewerbeart gewidmeten Tour entscheiden. .

Dies kann eine Ethnopark-Besichtigungsreise sein, z.B. eines solchen wie in der Republik Komi. Wie die Mitarbeiter des ugro-finnischen ethnokulturellen Parks - eines des meist besichtigten Parks in Russland nach den Ergebnissen des Jahres 2017 - selbst bemerken, verläuft die Bekanntschaft mit 24 verwandten ugro-finnischen und samojedischen Völkern unaufdringlich und vor allem durch praktische Aneignung traditioneller Fertigkeiten und Traditionen. Im Park können die Touristen an Bräuchen teilnehmen, Zubereitung alter traditioneller Gerichte lernen, auf nationalen Musikinstrumenten spielen und schauen wie diese gemacht werden und Geheimnisse der Heilkräuterverwendung erfahren. Man kann lernen Talisman-Puppen und traditionelle Leinerzeugnisse zu machen.

Noch eine Ethnotour, die sogar für Russen exotisch sein wird, geschweige denn ausländische Gäste - „Die Perlen von Tuwa“ (sie wird von mehreren Reisebüros angeboten). Die Reisenden werden nicht nur die fern von der Zivilisation liegenden Orte besichtigen, einzigartige Natur von Tuwa, die buddhistischen Tempel und das legendäre Tal der Könige sehen können, sondern auch lernen das zu machen, was die Einheimischen machen können. Zum Beispiel, traditionellen tuwinischen Käse zubereiten, Tee brühen wie es bei den Nomaden üblich war (mit Milch und Salz), tuwinische Milchwodka zubereiten und sogar einen Schafbock ausschlachten und Gerichte mit seinem Fleisch zubereiten wie es in Tuwa üblich ist. Die einheimischen Handwerker erzählen Geheimnisse der Anfertigung von Schamanentrommeln, nationaler Musikinstrumente und Schmucksachen. Dies wird natürlich kein theoretisches Gespräch sein: sie werden das alles mit eigenen Händen machen können.

Ein großes Projekt „Zum Leben erwachtes Gewerbe“ für das ganze Sommer, von Anfang Juni bis Ende August, wird vom Museum für Holzarchitektur „Malyje Karely“ im Archangelsker Gebiet realisiert. Töpferei, Schnitzerei und Malerei, Weberei, Flechten mit Birkenrinde, Stricken mit einer Nadel, Mesener Malerei, Anfertigung von Keramikspielzeugen - dies alles kann jeder Besucher des Museums unter der Leitung von Handwerkern schaffen.

Ein großes interaktives Programm bietet auch der Museumskomplex „Dorf Tygydym“ im Jaroslawsker Gebiet an. Es wird „Geheimnisse des tygydymer Pferdes“ genannt. Nebenbei erwähnt: dieses Quest-Programm wurde als die beste Kinderveranstaltung des Landes im Jahr 2015 anerkannt. Um zu erfahren, welches Geheimnis das Zauberpferd verbirgt, werden sich die Gäste anstrengen müssen: das Pferd füttern und bespannen, Getreide mahlen, Ofen heizen, Honig gewinnen und den Einwohnern von Tygydym im Haushalt helfen. Und noch etwas lernen müssen, z.B. traditionelle Plätzchen „Lerche“ im russischen Ofen backen und das Jaroslawler Pferd „Tygydymtschik“ aus Ton machen.

Als einer der beliebtesten Ethnoparks Russlands im Jahr 2017 wurde der Komplex „Goldene Horde“ im Irkutsker Gebiet anerkannt. Er macht die Touristen mit der Kultur und Traditionen des burjatischen Volkes bekannt. Hier kann man nicht nur die Ausstellungen besichtigen oder an Bräuchen und nationalen Sportveranstaltungen teilnehmen, sondern auch etwas mit eigenen Händen machen: nationale Gerichte Buus und Chuuschuur aus Teig machen, sich mit Holzmalerei beschäftigen, Basteleien im traditionellen burjatischen Stil anfertigen.

Die Gewerbe-Workshops werden natürlich dort durchgeführt, wo das Volksgewerbe entstanden ist. Man kann nach Wologodsker Gebiet reisen, da man hier Ihnen das Klöppeln beibringt. Um Geheimnisse unterschiedlicher Malereien zu erfahren, reisen Sie nach Gschel, Shostowo, Palech, Chochloma, Prikamje oder Tagil. Im Sergijew Posad bringt man am besten die Matrjoschka-Holzschnitzerei bei. Und die besonderen, einzigartigen Dymkowo-Spielzeuge aus Ton sind in ihrem ursprünglichen Aussehen nur im Wjatsker Gebiet in der Siedlung Dymkowo erhalten geblieben. Also fahren wir dahin.

Als einer der beliebtesten Ethnoparks Russlands im Jahr 2017 wurde der Komplex „Goldene Horde“ im Irkutsker Gebiet anerkannt. Er macht die Touristen mit der Kultur und Traditionen des burjatischen Volkes bekannt

Dorfleben

Es gibt noch einen Trend: in der letzten Zeit macht man sich mit traditionellem Volksgewerbe nicht nur durch Teilnahme an Workshops und Ausflügen bekannt, sondern auch im Rahmen der „Eintauchmethode“. Dabei siedeln sich die Touristen für eine längere Zeit an Orten, wo Traditionen eingehalten werden.

Einer der erstaunlichsten Orte in diesem Sinne ist das Museum unter freiem Himmel, der historische Komplex „Tonja Tetrina“ im Murmansker Gebiet. Hier wurde das Alltagsleben des alten pomaranischen Dorfes vollständig nachgebildet. Wobei hunderte Exponate bestimmungsgemäß verwendet werden und in den Bauten, die nach dem Muster alter Fischerhäuser gebaut wurden, wohnen Gäste. In diesem Komplex gibt es keinen Strom und Internet. Dafür aber kann man lernen mit den alten Fischfangwerkzeugen umzugehen, Salz so zu sieden, wie es noch im XV-XVI Jahrhunderten gemacht wurde, Fisch zu pökeln, Fischsuppe nach traditionellen Rezepten zu kochen und die Sauna anzuheizen. In einer solchen Umgebung prägt sich die Geschichte besser ein und das Gewerbe wird von selbst angeeignet. Im Grunde genommen können die Touristen nicht anders als diese anzueignen.

Etwas ähnliches - Eintauchen in das Alltagsleben und Gewerbeaneignung - bietet die Hofstelle „Tschadkowo“ im Nowgorodsker Gebiet an. Hier hat man nicht auf alle Vorteile der Zivilisation verzichtet, aber die Besitzer der Hofstelle scherzen: „Wenn Sie sich bereits an Orten mit „All inclusive“ erholt haben, versuchen Sie sich im Dorftourismus mit „All exclusive““. Den Touristen werden neben der Erholung am ökologisch sauberen und dutzende Kilometer von großen Siedlungen entfernten Ort Aktivitäten des bäuerlichen Lebens angeboten: Landwirtschaft, Strickerei-, Wollspinnerei- und Stickerei-Workshops. Den Kindern bringt man Teigformung und Tonpuppenanfertigung bei. Die Gäste des Hofs werden auch zur Saisonarbeit im Bienengarten herangezogen. Wie die Touranbieter behaupten, werden hier 18 Gewerbearten angeboten. Der Hauswirt hat immer was zu tun.

Noch eine Tour mit dem Eintauchen in das Alltagsleben der Einheimischen ist „Zu Besuch beim Meister“ im Dorf Petropawlowka im Süden der Krasnojarsker Region. Hier ließ sich die Gemeinschaft „Sonnenstadt“ nieder. Ihre Mitglieder leben von dem was sie machen, u.a. auch sind das Erzeugnisse traditioneller Gewerbearten. Die Tour setzt nicht nur die Bekanntschaft mit dem Alltagsleben der Gemeinschaft, sondern auch Töpferei-, Malerei-, Flechterei- und Wurzelformung-Workshops voraus.

Kurz und gut haben diejenigen, die auf der Reise nicht nur beobachten, sondern auch neue Eindrücke bekommen und das Leben auf Geschmack und Berührung testen möchten, eine große Auswahl. Hauptsache ziehen Sie mit der Auswahl nicht hin: der Sommer ist in vollem Gange.

Wenn Sie sich bereits an Orten mit „All inclusive“ erholt haben, versuchen Sie sich im Dorftourismus mit „All exclusive“

Artikel

„Silberne Halskette Russlands“: eine atemberaubende Reise durch den Norden Russlands

Die „Silberne Halskette Russlands“ ist mit der berühmten touristischen Route „Goldener Ring“ vergleichbar mit dem Unterschied, dass sich alle Orte dieser Route im Nordwesten des Landes befinden.

Musikalisches Russland: 10 interessanteste Festivals im Sommer 2018

Weg, Musik, Abenteuer, dutzende neue Bekanntschaften und Sommer.

Russische Arktis: Traumreise

Der nördliche Seeweg ist die kürzeste Route zwischen dem europäischem Teil Russlands und dem Fernen Osten.

Russland als Zentrum der modernen Kunst

Russische Maler sind in der ganzen Welt bekannt, u.a. auch als Begründer der modernen Kunst.

Unbanale russische Küche

Viele verbinden die russische Küche mit Wodka, Pfannkuchen, Kaviar und Kuchen, Maultaschen und Borschtsch.

Die besten Erholungsorte für eine große Gemeinschaft in Russland

Um unvergessliche Eindrücke von der Reise nach Russland zu bekommen, kommen Sie hierher in einer großen Gemeinschaft.

„Silberne Halskette Russlands“: eine atemberaubende Reise durch den Norden Russlands

Die „Silberne Halskette Russlands“ ist mit der berühmten touristischen Route „Goldener Ring“ vergleichbar mit dem Unterschied, dass sich alle Orte dieser Route im Nordwesten des Landes befinden.

Musikalisches Russland: 10 interessanteste Festivals im Sommer 2018

Weg, Musik, Abenteuer, dutzende neue Bekanntschaften und Sommer.

Russische Arktis: Traumreise

Der nördliche Seeweg ist die kürzeste Route zwischen dem europäischem Teil Russlands und dem Fernen Osten.

Russland als Zentrum der modernen Kunst

Russische Maler sind in der ganzen Welt bekannt, u.a. auch als Begründer der modernen Kunst.

Unbanale russische Küche

Viele verbinden die russische Küche mit Wodka, Pfannkuchen, Kaviar und Kuchen, Maultaschen und Borschtsch.

Die besten Erholungsorte für eine große Gemeinschaft in Russland

Um unvergessliche Eindrücke von der Reise nach Russland zu bekommen, kommen Sie hierher in einer großen Gemeinschaft.

Mehr Artikel

Russia.Travel

Nach Russland reisen!