Aus Russland... geheimnisvoll

In Russland gibt es viele Orte die mit wunderlichen Legenden und Volksglauben in Verbindung gebracht werden

In Russland gibt es recht viele Orte mit denen erstaunliche Legenden und Volksglauben verbunden sind. Wir haben eine Liste der geheimnisvollsten Orte unseres Landes erstellt, die für die Mystikliebhaber interessant sein könnten.

1. Swetlojar-See (Nischegorodsker Gebiet)

Der Legende nach befindet sich auf dem Grund des Swetlojar-Sees die wunderbare Stadt Kitesch, die im XIII. Jahrhundert während der mongolisch-tatarischen Invasion unter Wasser ging. Die Bewohner der belagerten Stadt haben sich in den Kirchen eingesperrt und um Rettung gebetet. Und ihre Gebete wurden erhört: Kitsch ging vor den Augen der Feinde unter Wasser. Und am Ort, wo sich die Stadt befand, bildete sich der Swetlojar-See. Aber die Kitesch-Bewohner sind nicht umgekommen. Sogar heute noch hört man angeblich aus dem Wasser den Stadtlärm: Stimmen, Glockengeläut, Marktlärm, das Bellen der Hunde. Es wird erzählt, dass diejenigen, die längere Zeit an den Seeufern verbringen, sogar Phantome der Bewohner der mittelalterlichen russischen Stadt sehen können...

2. Sunduki-Gebirgskette (Republik Hakassien

Die Sunduki-Gebirgskette bekam ihren Namen vom nördlichsten der fünf Berge. Auf seiner Spitze befindet sich ein wurfelförmiger Felsen, der an eine Schatztruhe erinnert.

Diese Gebirgskette ist einer der geheimnisvollsten Orte in Sibirien: Hier findet man Grabstätten, Felsmalereien, alte Bewässerungsanlagen und kleine Pyramiden - Wohnstätten der Gebirgsgeister. Man behauptet, dass sich hier das älteste in der Welt Observatorium befand. Genauer gesagt, die Vorgängerin einer solchen Einrichtung, die den Menschen vor tausenden Jahren die Sterne zu beobachten erlaubte. Noch in der sowjetischen Zeit wurde hier beim Beackern des Feldes zufällig das Grab des Schamanen aufgedeckt und auf dem Stein wurden Sternbilder gefunden, die nur vor kurzer Zeit dank modernen Teleskopen beobachtet werden konnten.

Man behauptet, dass es nicht so einfach ist der Sunduki-Gebirgskette nahe zu kommen: die Geister lassen nicht alle durch. Wenn ihnen der Reisende nicht gefällt, können sie den Weg verwirren oder ihn durch Wind oder Gewitter wegjagen. Wagt ihr es diesen unglaublichen Ort zu erreichen?

Man behauptet, dass es nicht so einfach ist der Sunduki-Gebirgskette nahe zu kommen: die Geister lassen nicht alle durch. Wenn ihnen der Reisende nicht gefällt, können sie den Weg verwirren oder ihn durch Wind oder Gewitter wegjagen.

3. Ukok-Plateau (Republik Altai)

Dieser für die Einheimischen heiliger Ort wurde weltweit berühmt als hier die Mumie einer jungen Frau, der „Prinzessin von Altai“ oder der „Prinzessin von Ukok“ gefunden wurde. Und nicht nur gefunden, sondern auch für Erforschung hinausbefördert: In der ewigen Verfrostung sind die Mumie (es sind sogar Tätowierungen am Körper der Prinzessin und die Reste einer komplizierten Frisur an ihrem Kopf erkennbar) und ihre reiche Kleidung gut erhalten geblieben. Die Altai-Bewohner haben verlangt, die „Prinzessin von Ukok“ zurückzubringen und sie zu begraben: Sie verbinden alle Katastrophen - Überschwemmungen, Erdbeben und sogar politische Kataklysmen - damit, dass die Mumie sich jetzt nicht an dem Ort, an dem sie ursprünglich begraben wurde, befindet. Aber die Wissenschaftler eilen nicht damit.

Inzwischen haben Archäologen über 150 Gräber auf dem Ukok-Plateau gefunden. Und jedes davon bewahrt bestimmt ein eigenes Geheimnis...

4. Insel Olchon (Baikalsee)

Man behauptet, dass die Insel Olchon auf dem heiligen Baikalsee gleichzeitig der realen und der jenseitigen Welt angehört. Im Altertum glaubte man, dass man hier mit den Geistern direkt sprechen kann. Manche glauben daran auch heute noch. Einer der berühmtesten Orte auf der Insel Olchon ist der Felsen Schamanka. Man glaubt, dass Frauen, Kinder und Unvorbereitete die sich darin befindende Höhle nicht betreten dürfen. Dies kann schlecht für sie enden.

Für Buddhisten und Adepten traditioneller burjatischer Glaubensrichtungen ist die Insel Olchon ein sakraler Ort. Hierher kommen Schamanen nicht nur aus ganz Russland, sondern auch aus anderen Ländern, um Rituale durchzuführen. Man erzählt, dass wenn die Schamanen mit Geistern sprechen, die Gäste der Insel Antworten auf die wichtigsten Fragen bekommen können. Aber soll man das wirklich machen? Manche sagen, dass es nicht ungefährlich ist...

5. Walallee (Insel Ittygran)

Die Walallee, die zu den Top 100 Weltwundern gehört, befindet sich auf der Insel Ittygran in der Nähe von Tschukotka. Bis zur Mitte des XX. Jahrhundert lebten auf der Insel Eskimos, aber mit der Zeit zogen ihre Familien an andere Orte um und das Dorf blieb verlassen. Aber es blieben die Heiligtümer der Eskimos - die Allee aus Kiefern und Schädeln grönländischer Walfische. Die Erforschungen haben gezeigt, dass es nicht mit der Verarbeitung der gefangenen Wale verbunden war. Die Kiefern und Schädel befinden sich in einer streng bestimmten Reihenfolge und andere Knochen fehlen. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass dieser Ort ein Heiligtum für mehrere eskimoische Siedlungen war und die Menschen legten einen langen Weg zurück, um hierher zu kommen, mit den Geistern der Vorfahren zu sprechen und sie um Erfolg bei der Jagd zu bitten. Man erzählt, dass auf der Insel Ittygran verboten war, Blut zu vergießen und sogar Wildtiere mitzubringen. Aber einst war dieser Ort mit Blutvergießen entehrt, weshalb die Insel verflucht wurde. Deshalb haben Eskimos ihr Heiligtum verlassen und kehrten nie mehr zurück...

Die Walallee war ein Heiligtum für mehrere eskimosische Siedlungen und die Menschen legten einen langen Weg zurück um hierher zu kommen, mit den Geistern der Vorfahren zu sprechen und sie um Erfolg bei der Jagd zu bitten

6. Todesberg (Republik Karelien)

Wottowaara oder Todesberg hat einen üblen Ruf bei den Einheimischen. Man erzählt, dass es hier keine Tiere gibt, in den Seen keine Lebewesen leben, die Bäume häßlich und in seltsame Knoten gebunden sind.

Wottowaara war im Altertum ein sakraler Ort für Samen. Sie bauten hier Siedis - Pyramiden aus Steinen, die manchmal riesengroß waren. Siedis dienten dazu, Opfer den Geistern zu bringen und so diese zu besänftigen. Menschen dürften Siedis nicht berühren. Frauen und Kindern wurde verboten, sich dem Todesberg anzunähern. Kundige Menschen raten auch heute davon ab.

Es gibt auch andere Legenden, laut denen Siedis Zauberer sind, die sich in Steine nach dem Tod verwandelt haben, oder Jäger und Fischer, die ihrer Beschäftigung nachgegangen sind und zu Hause in der steinernen Pyramide ein Stück ihrer Seele zurückgelassen haben, damit sie die bösen Kräfte nicht kriegen.

7. Solowezker Labyrinthe (Archangelsker Gebiet)

Die Solowezker inselgruppe befindet sich zwischen dem Archangelsker Gebiet und Karelien. Auf der Inselgruppe gibt es geheimnisvolle Bauten, die, wie man denkt, aus der Steinzeit kommen. Das sind Labyrinthe aus in eine Reihe gelegten Feldsteinen. Sie sehen wie Spiralen aus und haben einen Eingang, der gleich der Ausgang ist. In der Mitte der Labyrinthe befinden sich kleine Steinhaufen. Es gibt eine Hypothese, laut der in den alten Gräbern die Seelen der Verstorbenen leben. Sie können die Welt der Lebenden besuchen und Menschen Schaden antun. Und die steinernen Labyrinthe sind dazu da, um die Verstorbenen in Verwirrung zu bringen und sie vor dem Eindringen in unsere Welt aufzuhalten.

8. Bärengebirgskette (russ. Medwedizkaja) Wolgogradsker Gebiet)

Das ist eine Kette von Gebirgen von 200 bis 380 m hoch. Man erzählt, dass in der Nähe ein Grab mit über 2,5 Meter großen Menschenskeletten aufgedeckt wurde. Am anderen Ufer des Flusses Medwediza wurde angeblich noch ein Grab mit Menschenskeletten gefunden. Die Größe der Skeletten in diesem Grab war nicht mehr als 50 cm. Es wird gemunkelt, dass dies mit hoher UFO-Aktivität an diesen Orten verbunden ist.

Die Einheimischen erzählen, dass die Außerirdischen öfters hierher kommen und dass dies ungewöhnliche Spuren auf dem Gras und dem Boden in Form von geometrischen Figuren bestätigen. Wenn sich ein Fahrzeug an diese Orte annähert, versagt angeblich der Motor. Deshalb bleiben die Spuren der Gäste aus dem Kosmos unberührt. Hier gibt es auch einen „Abhang rasanter Blitze“. Die Kugelblitze „leben“ hier ständig und bei jedem Wetter. Laut Erzählungen bewegen sie sich dabei entlang der gleichen Route.

9. Todestal (Republik Sacha (Jakutien))

Diesen geheimnisvollen Ort haben die Forscher noch in der Mitte des XIX. Jahrhunderts beschrieben: Sie erzählten über riesige, in den Boden eingegrabene Kessel aus einem unbekannten Material, dessen Zusammensetzung bis heute nicht festgestellt werden konnte. Heute sprechen die Wissenschaftler darüber, dass dies keine Kessel sind, sondern Wasserspeicher, die eine erstaunlich regelrechte runde Form haben und steinerne Erhöhungen mit scharfer Spitze, die wie ein Ei dem anderen gleichen.

Diese Regelrechtigkeit hat die Wissenschaftler am meisten überrascht. Und auch, dass Tiere den Todestal meiden. Und bei Menschen, die sich in der Nähe dieser „Kessel“ befanden, verursachte dies angeblich eine sehr schwer überwindbare Bewusstseinstrübung. Man erzählt über seltsame Flugobjekte, die man angeblich an diesem Ort gesehen hat.

10. Molöbsker Dreieck (Permsker Region)

Dieser Ort wurde seinerzeit „sowjetischer Bermudadreieck“ genannt: Gerade über diese Region wurde zum ersten Mal in der UdSSR als über eine anomale Zone gesprochen. Wie die Augenzeugen behaupten, sieht man hier häufig UFOs, der Zeitlauf wird verändert, Gegenstände heben sich von alleine hoch, Menschen hören Geräusche, die vernünftig nicht erklärt werden können. Bei denjenigen, die sich hier befinden, kann ohne Grund die Körpertemperatur steigen und es kann ihnen schwindelig werden.

Im Molöbsker Dreieck gibt es mehrere anomale Zonen. Jede hat eigene Bezeichnung und eigene Besonderheiten. In der anomalen Zone „Hexenringe“ kann man riesige, mit Wurzeln ausgerissene und dabei ordentlich aneinander gelegte Bäume sehen. Und auf Fotos, die hier gemacht wurden, sind Kugeln mit weißen Flecken erkennbar. Neben der Zone „Schwarzer Fluss“ verändert sich der Zeitlauf. In der Zone „Weit abseits“ sehen Menschen seltsame Wesen (oder sind das geheimnisvolle Wesen, die tatsächlich hier leben?). Grauslig, natürlich. Aber wenn man am Molöbsker Dreieck vorbeigeht, kann man viel verpassen.

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