Die Geheimnisvollsten Ausstellungsstücke in Russlands Museen

Hier sind die 10 interessantesten davon

In den Museen in Russland gibt es recht viele Exponate, mit denen Legenden, Aberglauben oder einfach interessante Geschichten verbunden sind. Hier sind die Top 10.

1. Feodossija-Ohrschmuck

Museum: Ermitage, St. Petersburg

Der Ohrschmuck wurde bei Ausgrabungen in der Stadt Feodossija auf der Halbinsel Krim im Jahr 1853 gefunden. Was es darauf nicht gibt! Komplizierte Ornamente, ein winziger Ehrenwagen mit der Siegesgöttin, gefolgt von beflügelten Genien. Und daneben steht ein Krieger mit einem großen Schild in der Hand...Einige Schmuckdetails kann man nur mit starker Vergrößerung sehen. Es bleibt ein Geheimnis, wie diese gemacht wurden: Offenbar wurde der Ohrschmuck im IV. Jahrhundert vor Christus aus mikroskopischen Goldkörner gemacht, die nur mit einer Lupe erkennbar sind. Keiner der modernen Juweliere konnte das, was vor 2,5 Tausend Jahren gemacht wurde, nachmachen.

Keiner der modernen Juweliere konnte das, was vor 2,5 Tausend Jahren gemacht wurde, nachmachen

2. Geisha O-Matsu

Museum: Kunstkammer, St. Petersburg

In der Kunstkammer kann man eine erstaunliche Puppe in Menschengröße sehen. Das ist ein Porträt der Geisha O-Matsu. Der Legende nach brachte diese Puppe nach Russland der Zarensohn Nikolaus Alexandrowitsch - künftiger Kaiser Nikolaus II. - zusammen mit anderen Seltenheiten am Anfang der 1890er Jahre von einer Reise nach Japan. Diese Puppe hat nach dem Auftrag vom Zarensohn der berühmte japanische Bildhauer Kawashima Dshimbey gemacht. Womit war die Bitte von Nikolay verbunden? Und warum war diese Puppe nie in seinen Gemächern? Oh, das ist eine sehr interessante Geschichte...

3. Die große Kaiserkrone und der Zepter

Museum: Diamantenfonds, Moskau

Die große Kaiserkrone und der Zepter sind die berühmtesten Exponate des Diamantenfonds. Aber gleichzeitig die geheimnisvollsten Exponate, vor allem wegen des Orlow-Diamanten auf dem Zepter. Man erzählt, dass dieser Edelstein in Indien gefunden wurde, wo er als Auge von Buddha galt. Der Edelstein hat viele Besitzer gewechselt bis Graf Orlow diesen der russischen Kaiserin Katharina der Großen schenkte ...Mit dem Stein sind zahlreiche Legenden verbunden. Abergläubische Leute munkeln, dass auf dem Stein ein alter Fluch liegt. Ob dies einen Einfluss auf die Katharinas Herrschaft? Die Museumsmitarbeiter haben eine Antwort auf diese Frage.

4. Der Ring zum 300-jährigen Jubiläum der Romanow-Familie

Museum: Moskauer Museum

Mehrere Goldringe mit Diamanten wurden zum 300-jährigen Jubiläum der Romanow-Familie für die Mitglieder der Zarenfamilie als Zeichen der Angehörigkeit zur Dynastie angefertigt. Die genaue Anzahl der Ringe ist unbekannt, aber jeder dieser Ringe hatte eine Kokoschnik-Form und mit einem Doppeladler aus 49 Adamanten und einem Diamanten verzehrt. Und am Rand waren Daten eingraviert: 1613–1913.

Es ist unbekannt, wo sich die meisten Ringe befinden. Aber einer davon befindet sich im Moskauer Museum. Er wurde auf dem Markt in den 1960er Jahren gekauft. Dabei haben die Experten keine Zweifel an seiner Echtheit. Aber wer war der geheimnisvolle Verkäufer und woher er den Kaiserring hatte, bleibt immer noch ein Geheimnis.

Die Experten haben keine Zweifel an der Echtheit des Ringes. Aber wer war der geheimnisvolle Verkäufer und woher er den Kaiserring hatte, bleibt immer noch ein Geheimnis

5. Goldpfau

Museum: Ermitage, St. Petersburg

Goldene mechanische Uhr in Vogelform, u.a. auch in Pfauform hat der Fürst Grigori Potjomkin als Geschenk für die russische Kaiserin Katharina die Große beim englischen Mechaniker James Cox bestellt. Um die Geschenke nach Russland zu liefern, mussten sie auseinandergebaut werden. Es ist aber nicht gelungen, diese wieder zusammenzubauen. Nur nach 15 Jahre erweckte der geniale russische Meister Iwan Kulibin diese wertvollen Vögel zum Leben. Aber mit dem Pfau ist eine relativ provokativer Streich des Meisters verbunden. Im entscheidendsten Moment, wenn die Uhr zu schlagen beginnt, breitet der Pfau seine Federn aus und dreht den Gästen den Rücken zu... und die Zuschauer sehen den Bürzel des Goldvogels. Man erzählt, dass der Meister dies nicht ohne Grund gemacht hat, sondern weil er auf die Zarenfamilie beleidigt war.

6. Homer's Sarkophag

Museum: Ermitage, St. Petersburg

Die Homers historische Existenz bleibt bis heute nicht bewiesen. Und in der Ermitage, im Jupiter-Saal befindet sich sein Sarkophag... Wie kann das überhaupt sein? Und warum unterscheiden sich die Wände des altern Sarkophags dem Stil nach, als ob sie von Leuten aus verschiedenen Epochen gemacht wurden?

7. Facettiertes Trinkglas

Museum: Brüderliches Lichtmuseum (Stadt Bratsk), Museum für sowjetische Spielautomaten (Stadt Moskau) u.a.

Mit dem berühmten sowjetischen facettierten Trinkglas sind zahlreiche Legenden verbunden. Man denkt, dass dies die Idee der Bildhauerin Wera Muchina ist. Die Skulptur „Arbeiter und Kollektivbäuerin“ ist auch ihre Arbeit. Eine der Legenden lautet, dass wenn man 476 facettierte Trinkgläser aufeinander aufstellt, wird die Glaspyramide genauso hoch wie die berühmte Skulptur sein.

Man nimmt an, dass die ersten Trinkgläser in der Fabrik in der Stadt Gus-Hrustalny am 11. September 1943 vom Band gelaufen sind. Seitdem wird am 11. September der Tag des facettierten Trinkglases gefeiert. Es wird auch erzählt, dass am Ende der 1980er Jahre facettierte Trinkgläser massenweise zu explodieren begannen. Dies war angeblich mit der alkoholfreien Kampagne der sowjetischen Regierung verbunden ...

Aber die Historiker behaupten, dass es facettierte Trinkgläser in Russland bereits zu Zeiten des Kaisers Peter I. gab. In den Museen werden ganz bestimmt noch mehr Legenden erzählt, die mit diesem berühmten Ding verbunden sind.

8. Matrjoschka

Museum: Matrjoschka-Museum (Stadt Moskau), Museumsreservat in Sergijew Posad (Stadt Sergijew Posad)

Es scheint so, als ob es Matrjoschka, das Symbol Russlands, schon immer gäbe. Aber mittlerweile ist sie etwas mehr als ein Jahrhundert alt. Es ist sogar der Name des Schöpfers bekannt: Man nimmt an, dass Matrjoschka vom Drechsler Wasilij Swösdotschkin erfunden wurde. Im Jahr 1900 wurde Matrjoschka im Rahmen der Weltausstellung in Paris gezeigt und mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet.

Aber Matrjoschka hat Probleme mit der „Wohnsitzanmeldung“. Im Moskauer Museum behauptet man, dass sie sich gerade an dem Ort befindet, wo der Drechsler Swösdotschkin lebte und dementsprechend wurde Matrjoschka hier „geboren“ - Leontjewskiy Pereulok, 7. Aber im Sergijew Posad sind sich sicher, dass Matrjoschka bei ihnen geschaffen wurde! Wegen dieser Auseinandersetzung soll man besser beide Museen besichtigen.

9. „Bunker-42“ in der Taganka-Straße

Ort: Stadt Moskau

Der unterirdische Bunker-42 ist ein riesiges Exponat. Er befindet sich 65 Meter (18 Stockwerke) unter der Erde und nimmt 7 000 m2 Fläche ein. Das ist ein echter Bunker, der in den 1950er Jahren als Schutzanlage für den Fall eines Atombombenangriffs errichtet wurde. Laut Akten wurde dieses geheimes Objekt als eine U-Bahn-Unterstation gebaut. Die Bunkertunneln haben tatsächlich Ausgänge zur Metrostation „Taganskaja“.

Der Bunker ist sein den 2000-er Jahren kein Geheimnis mehr. Er wurde in ein Museumskomplex umgebaut: Hier gibt es Führungspunkte, Lager für Waffen, Technik und Lebensmittel, Kommunikationsmittel und Ganglabyrinthe. Man kann hier die Sonderbekleidung anziehen und an einem besonderen historischen Abenteuerspiel teilnehmen.

10. Bernsteinzimmer

Museum: Katharinenpalast, Stadt Puschkin

Das Bernsteinzimmer ist ein grandiösestes Meisterwerk aus Bernstein in der Geschichte. Hier werden die besten Errungenschaften der Meister im Bereich der künstlerischen Bernsteinbearbeitung wiedergegeben.

Das Hauptgeheimnis des Bernsteinzimmers besteht im Ort, an dem es sich befindet. Während des Zweiten Weltkrieges haben die Nazis Zarskoje Selo (Stadt Puschkin) besetzt. Das Bernsteinzimmer, das den Katharinenpalast über 200 Jahre schmückte, wurde nach Königsberg (heute Kaliningrad) gebracht und in einem der Säle des Königsschlosses eingerichtet. Und hier gehen seine Spuren verloren. Der Schloss wurde während des Krieges zerstört, aber man erzählt, dass das Bernsteinzimmer immer noch tief in seinen Kellern versteckt bleibt. Jahrhundertelange Versuche dieses zu finden waren erfolglos.

Was sehen wir aber heute im Katharinenpalast? Wir sehen das Ergebnis einer enormen Arbeit dutzender Experten - Wissenschaftler, Museumsmitarbeiter, Restauratoren, Historiker, Meister, die innerhalb von vielen Jahren das Bernsteinzimmer rekonstruiert haben.

Die Erzählung über die Rekonstruktion dieses Exponats ist wohl nicht weniger interessant und geheimnisvoll als die Erzählung über seine historische Existenz. Es lohnt sich das zu sehen und die Erzählung zu hören!

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